Opposition! Für Berlin.

buy some google online
buy some facebook online
buy some bing online

Archive for the ‘offene gesellschaft’ Category

Rummelsburg: Würdigen Gedenkort errichten

Dienstag, Juni 21st, 2011

In einem Offenen Brief bittet der Arbeitskreis “AK Marginalisierte- gestern und heute” um Unterstützung zur Schaffung einer Erinnerungs- und Lernstätte zu Kontinuitäten und Brüchen sozialer Ausgrenzung mit Schwerpunkt zur “Verfolgung und Ermordung sogenannter Asozialer durch das Nazi-Regime”. Anvisierter Ort ist das Gelände der Rummelsburger Arbeitshäuser als authentischem Ort – jedoch dürften dem die derzeitigen Verkaufsverhandlungen über das Gelände entgegenstehen.

Kontakt: marginalisierte@yahoo.de sowie am

22. Juni bei der ab 20.00 Uhr geplanten OPEN-END-Filmnacht” unter dem Titel: Niemand ist´asozial´” auf dem ehemaligen Friedhofsgelände (Berlin-Rummelsburg, Hauptstraße 8).

Die Lichtenberger Bündnisgrünen haben das Anliegen aufgegriffen und diesen Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung eingebracht, mit der die Errichtung eines Gedenk-, Lern- und Forschungsortes an authentischer Stelle eingefordert wird.

Die TAZ hat zum Thema heute berichtet – mit Fokus auf die lange Filmnacht.

Gesicht zeigen in Dresden – grüner Protest vor Ort

Freitag, Februar 18th, 2011

- Pressemitteilung -

Am morgigen 19. Februar 2011 mobilisieren Neonazis erneut zu einer europaweiten Großkundgebung in Dresden.

Anlass ist der Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg. Der Landesverband Berlin von Bündnis 90/Die Grünen wird zwei Busse entsenden, um gemeinsam mit vielen anderen aus ganz Deutschland gegen diese barbarische Schändung des Andenkens an die Opfer zu protestieren.

Dazu erklärt Stefan Gelbhaar, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Berlin:

“In Dresden werden wir ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen. Wir treten ein für eine offene und tolerante Gesellschaft. Die Rechtsextremisten versuchen seit Jahren immer wieder, den Gedenktag für ihre Zwecke zu missbrauchen, insbesondere um die deutsche Schuld am Zweiten Weltkrieg zu leugnen. Dagegen werden die Berliner Bündnisgrünen friedlich demonstrieren. Die Bereitschaft dazu ist auch 2011 wieder riesig.”

Aktionskonferenz: “Gemeinsam mehr erreichen”

Mittwoch, September 22nd, 2010

Aktionskonferenz PlakatAuf der Aktionskonferenz soll anlässlich des Auslaufens des Lokalen Aktionsplans Pankow und des dreijährigen Bestehens der Initiative „Wir sind Pankow“ gemeinsam über Perspektiven des Engagements gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung, für Demokratie und Vielfalt in Pankow diskutiert werden. Wege, wie dieses Engagement zukünftig noch breiter werden kann, sollen diskutiert und geprüft werden. Weitere Informationen unter http://www.pankow-normal-anders.de

Samstag, 25. September 2010 – von 9:30 Uhr bis 22:00 Uhr, Schule am Senefelderplatz, Schönhauser Allee 165, 10435 Berlin.

Mehr Informationen zum Ablauf, zu den Workshops, Themen, etc., hier der Folder. Anmeldungen unter: anmeldung.aktionskonferenz@gmail.com.

Flyer und Plakate können im Nachbarschaftshaus, Fehrbelliner Str. 92, 10119 Berlin, abgeholt werden.

Gegen Rechts in Treptow@Demo-Hopping 18.9.2010

Montag, September 20th, 2010

Protest gegen Rechtsextreme - für ein buntes Berlin, S-Bahnhof Schöneweide – hier ein paar Bilder. Thierse profitiert wie kein anderer von seinem Sitzen auf der Bornholmer. Gysi hatte wenig zu erzählen – aber er ist immer wieder unterhaltsam. Engagierte Rede von Clara. Mit Clara, Stefan, Carola und Axel nett geplauscht. Rechtsradikale konnten erst mit 3,5 Stunden Verspätung ihre Musikbude beginngen lassen. Da waren wir dann schon auf der richtig dicken Anti-Atom-Demo.

Die Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley ist gestorben

Montag, September 13th, 2010

Bärbel Bohley hat in ihrem Leben sehr viel für sich und andere erreicht. Wir trauern. Stefan Gelbhaar, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Berlin, erklärt:

“Mit Bärbel Bohley ist eine aufrechte, starke Frau gegangen. Sie war eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Friedlichen Revolution in der DDR. Sie gründete mit anderen die Bürgerbewegung “Neues Forum”. Sie war Wegbereiterin des Umbruchs.

Vor und nach 1989 blieb sie stets unbequem. In einem Interview im Mai diesen Jahres erinnerte Bärbel Bohley an die Notwendigkeit, sich einzumischen, auch auf das Risiko hin, dafür nicht gelobt, sondern missverstanden zu werden. Dieses Einmischen sei es, der zum Teilsein in der Gesellschaft führe.

Stets betonte sie den Wert dieses Aufbruchs mit all der gesammelten Kraft der Bürgerinnen und Bürger quer durch die gesamte Gesellschaft der DDR. Vor einem Jahr, zum 20. Geburtstag der Bürgerbewegung des “Neuen Forums”, deutete sie den Verbleib der DDR-Bürgerbewegung in nur einem Satz, eine Bewegung erweise sich als erfolgreich, wenn sie zerfalle. Bärbel Bohley hat in ihrem Leben sehr viel für sich und andere erreicht.

Mit Bärbel Böhley ist nicht nur eine starke Kämpferin für Bürger- und Menschenrechte gegangen, sondern eine Person der Zeitgeschichte – auch wenn sie dies vielleicht bestreiten würde. Ihrer Familie gilt unser Beileid für ihren viel zu frühen Tod.”

Freiheit statt Angst

Samstag, September 11th, 2010

11.9.2010 Eine offene Gesellschaft fällt nicht vom Himmel. Sie muss stetig weiterentwickelt und verteidigt werden. Die Ausforschung von uns allen – sei als BürgerInnen, sei als VerbraucherInnen – durch private und staatliche Institutionen höhlt diese offene Gesellschaft aus. Das muss thematisiert, auch Widerstand organisiert werden. Unternehmen wie Gesundheitskarte, Schülerdatei (Staat) dürfen in der geplanten Form nicht ohne Widerspruch bleiben. Aber auch StreetView (Google, privat) ist ein Thema! Auch wenn Jeff Jarvis (oder auch ;-) Julia Seeliger) da anderer Meinung sein dürfte. Dazu dient(e) die heutige, alljährliche Demonstration “Freiheit statt Angst”, zu der rund 130 Organisationen und Parteien aufgerufen haben, darunter auch Bündnis 90/ Die Grünen. Gemeinsam haben die Berliner und die Bundesgrünen einen guten Auftritt organisiert, mit den Green Igelz auch einen lautstarken. ;-)

Pressemitteilungen und Aufruf zur Demonstration: BündnisGrüne Berlin: “Für eine offene Gesellschaft einstehen – richtigen Datenschutz einfordern” * Aufruf BündnisGrüne Bundesverband und Pressemitteilung * BündnisGrüne Fraktion Berlin * Demo-Aufruf * Mob-Video – und ein paar Handy-Schnappschüsse von der Demo:

Für eine offene Gesellschaft einstehen – richtigen Datenschutz einfordern

Freitag, September 10th, 2010

Landesvorsitzender Stefan Gelbhaar zur Demonstration “Freiheit statt Angst”

“Das Bundesverfassungsgericht steht nicht allein gegen Regierungen und Parlamentsmehrheiten, wenn es das Recht auf informationelle Selbstbestimmung verteidigt. Die Bevölkerung stellt sich hinter die Urteile gegen ELENA oder Vorratsdatenspeicherung. Das wollen wir mit der Demonstration zeigen.

Ein modernes Datenschutzgesetz muss her, das die Sammelwut von privaten Unternehmen genauso wie die des Staates eindämmt. Deswegen rufen wir in einem breiten Bündnis zur Demonstration „Freiheit statt Angst“ auf.

Eine offene Gesellschaft fällt nicht vom Himmel. Sie muss stetig weiterentwickelt und auch verteidigt werden. Eine offene Gesellschaft wird gewährleitstet durch eine starke Ausformung von Bürgerrechten. Die Ausforschung der Bürgerinnen und Bürger durch private und staatliche Institutionen höhlt die offene Gesellschaft aus. Wenn Menschen durch Ausforschung stetig mehr zu öffentlichen Personen werden, ist diese offene Gesellschaft immer stärker gefährdet.

BürgerInnenrechte und moderner Datenschutz sind heute so notwendig wie nie zuvor. Sowohl Staat als auch Privatunternehmen sammeln immer mehr Informationen über Bürgerinnen und Bürger, Kundinnen und Kunden, verknüpfen sie und geben sie weiter. Auf Landes- wie Bundesebene muss hier ein Umkehrschub erfolgen. Schülerdatei in Berlin, Gesundheitskarte, Arbeitnehmerdatenflut und RFID-Chips in Ausweisen im Bund – Gründe zum Demonstrieren gibt es mehr als genug. Da hilft es nichts, gegen Google und Facebook nur zu polemisieren. Es heißt, konsequent gesetzlich tätig zu werden.”

Patenschaft für “Stolpersteine” übernommen

Montag, September 6th, 2010

p_2048_1536_65928383-31B2-4F85-8E4E-6BF167E6BDAD.jpegSogenannte Stolpersteine sollen auf die Schicksale früherer Mieter aufmerksam machen, die von den Nazis deportiert und ermordet wurden. Stolpersteine sind kleine, in den Boden eingelassene Messing-Pflastersteine, die den Namen des oder der Ermordeten, das Geburtsdatum und den Zeitpunkt von Deportation und Mord tragen.

Die Patenschaft beinhaltet, die Stolpersteine sauber und lesbar zu halten, und darauf zu achten, dass sie nicht gestohlen oder beschädigt werden. Ich finde die Idee der Stolpersteine deswegen richtig, weil sie im Kleinen, ganz nah dran im alltäglichen Umfeld auf die Verbrechen der Nazis aufmerksam machen. Weggucken und ignorieren ist da viel schwerer. Die Erinnerung an das Geschehene trifft unvorbereitet, und sehr persönlich.

Mit den Stolpersteinen werden Schicksale angedeutet, nicht präsentiert. Ich habe die Patenschaft für die Stolpersteine der kleinen Familie Löwenhaupt übernommen, die Stolpersteine liegen unweit der Brotfabrik an der Prenzlauer Promenade. An den verschiedenen Zeitpunkten der Deportationen der Mutter Minna, von Siegbert und dem nur 19-jährigen Sohn Arthur lässt sich die Todes-Dramatik der Jahre 1942 und 1943 für diese drei ermordeten Menschen erahnen.

Am 5. September 2010 habe ich die Patenschaft für die drei Steine übernommen, und habe danach mit dem im überrreichten Starter-Paket enthaltenen Reinigungsmittel die Steine gleichmal poliert und wieder leserlich gemacht.

Nachtrag:  Republikweit gibt es viel Aufmerksamkeit für diese Erinnerungsform, auch Diskussionen bei der Verlegung von Stolpersteinen, die auch Gegenstand von Beschädigungen werden, alles nachstehend in einer kleine Presseschau der letzten Tage, überdies der Link zur Seite des Ideengebers und Künstlers Gunter Deming.

Kleine Presseschau: Frankfurter Rundschau, 9.9.2010: “Hattersheim: Streit um Stolpersteine” * Lübecker Nachrichten, 7.9.2010: “Bad Oldeslohe: Streit um Stolpersteine: CDU knickt ein” * DerWesten, 8.9.2010 “Hilchenbach: Geschichte vor der eigenen Tür” * Südwestpresse “Münsingen: Die Erinnerung an die Opfer lebendig halten” * NDR, 3.9.2010: “Anklam: “Mit Zusammenhalt durch Teilhabe” gegen Rechts” * Osthessen-News, 3.9.2010: “Am 7. September in Alsfeld 13 weitere Stolpersteine”