‘Der wilde Osten’

Verkehrswende vor Ort – was steht an in Pankow?

Dienstag, Februar 7th, 2017

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 veranstaltungshinweis 

Grüner Stammtisch Pankow-Nord
Montag, 13.02.17, 19:00 Uhr, Zimmer 16, Florastr. 16

Zu Gast:
StefanGelbhaar (Sprecher für Verkehrspolitik der bündnisgrünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus) und
Vollrad Kuhn
(bündnisgrüner Stadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste)

Jeden Morgen und jeden Abend erleben wir dasselbe: eine Blechlawine zwischen Brandenburg und der Berliner Innenstadt fährt durch Pankow. Die Haltestelle am S-Bahnhof Pankow ist lebensgefährlich überlastet. Und in der Tram geht gar nichts mehr – in der Hauptverkehrszeit sind die M1 und die 50 hoffnungslos überlastet. Schließlich, ein Grund zur Freude, der seinerseits für neue Arbeit sorgt: Es fahren so viele Menschen inzwischen mit dem Fahrrad durch Berlin, dass der Platz hinten und  vorne nicht reicht.

Flächengerechtigkeit heißt das Stichwort auch im Verkehr: Wieviel Raum nehmen die Nutzer der öffentlichen (Verkehrs-)Flächen ein, wenn sie sich von A nach B bewegen? Fußgänger und ÖPNV gewinnen den Wettstreit rechnerisch, doch die Fließgeschwindigkeit des Autoverkehrs war zu lange im Fokus. Nun wollen wir die grüne Verkehrswende – im Land Berlin und in Pankow haben sich die Regierungskoalitionen dazu bekannt. Es soll also voran gehen, nur: wie?

Kaum im Amt kommt unser neuer Stadtrat Vollrad Kuhn zum Stammtisch nach Pankow und stellt sich diesem drängenden und zum Teil ungemütlichen Thema. Wir werden Gelegenheit haben, ihm unsere Anliegen, Fragen und Sorgen gleich am Anfang seiner Amtsperiode mit auf den Weg zu geben. Gleichzeitig diskutieren wir mit Stefan Gelbhaar, unserem Pankower Abgeordneten im Abgeordnetenhaus und verkehrspolitischem Sprecher, was die Landesperspektive für Pankow bedeutet.

Herzlichen Glückwunsch, Siegfried Zoels!

Montag, Januar 23rd, 2017

Auf dem diesjährigen Neujahresempfang des Bezirksamts und der Bezirksverordneten-versammlung wurde Siegfried Zoels in Anerkennung der um den Bezirk Pankow erworbenen besonderen Verdienste mit der Bezirksmedaille geehrt.

Der 1941 geborene Kunst- und Kulturwissenschaftler übernahm 1989/90 politische Verantwortung und wurde als erster Vertreter der Bürgerbewegung Stadtrat für Inneres in Pankow – noch vor den ersten freien Wahlen. In der aus den 1990er Wahlen hervorgegangen Koalition aus SPD und Bündnis 90 wurde er stellvertretender Bürgermeister und Stadtrat für Jugend, Schule und Sport – bis 1992, blieb aber danach in der BVV Prenzlauer Berg aktiv.

Die Tradition der Runden Tische hat ihn nicht losgelassen und so  (mehr…)

Schlussfolgerungen aus DDR-Unrecht ziehen

Mittwoch, Januar 18th, 2017

Redebeitrag zum Antrag »Schlussfolgerungen aus dem DDR-Unrecht ziehen« zum grundsätzlichen Ausschluss ehemaliger Stasi-Mitarbeiter von Regierungsämtern.

Plenum | Abgeordnetenhaus | 12.01.17 | dp

Umweltpreis »Grüne Brise«

Mittwoch, August 3rd, 2016

Baumpflanzung auf dem Kollwitzplatz

Die Berliner Luft muss besser werden. Deshalb hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus den Umweltpreis “Grüne Brise” für saubere Luft verliehen. Der erste Preis ist ein gepflanzter Baum im Namen des Gewinners.
Im Jahr 2016 ging die erste “Grüne Brise” an das Netzwerk “Cargo Bike Fans Berlin”. In ihrem Namen wurde am 25. Juli 2016 eine Eberesche am Kollwitzplatz gepflanzt.

Die “Cargo Bike Fans Berlin” zeigen – ob beruflich oder privat – dass man mit einem Lastenrad fast alles transportieren kann. Bäume, Kinder und Literweise Wasser, der Transport klappt bestens mit einem Cargo Bike. Das ist ein wichtiges Beispiel, wie der Berliner Wirtschaftsverkehr umweltfreundlich werden kann.

Besuch im Pfefferberg-Theater

Donnerstag, April 9th, 2015

Der Pefferberg an der Schönhauser Allee ist wie die alte Bötzowbrauerei eine der traditionellen Brauereien im Prenzlauer Berg. Beim Wiederaufbau der alten Schankhalle sind die Räumlichkeiten für das Pfefferberg-Theater entstanden. Die Woesner Brothers führen in ihrem Haus fast ausschließlich Komödien auf und haben damit im Berliner Osten ein Alleinstellungsmerkmal.

Pfefferberg-Theater SG & IW auf der Bühne

 

Stefan Gelbhaar und Ingo Woesner auf den Brettern, die die Welt bedeuten

 

 

 

 

 

 

Pfefferberg-Theater SG & IW im Zuschauerraum

 

 

Im Zuschauerraum haben bis zu 254 Zuschauer Platz.

 

 

 

 

 

 

Pfefferberg-Theater SG & IW im Pfefferbräu

 

 

Stefan Gelbhaar und Ingo Wössner im Pfefferbräu

 

 

 

 

 

Besuch bei Bötzow

Montag, Juni 16th, 2014
 Stefan und Martin bei Bötzow 12.06.14

Stefan und Martin bei Bötzow.

Die Bötzow-Brauerei ist eine der ältesten und schönsten Brauereien im Bezirk Pankow mit historischer Bedeutung. Zentral an der unteren Prenzlauer Allee gelegen ist sie ein Ensemble aus Ziegelarchitektur mit Brau-, Lager-, Verwaltungsgebäuden und Pferdeställen aus dem 19. Jahrhundert. Spannend sind die Eiskeller, die in der Wendezeit als Clublocations genutzt wurden. Der neue Investor Hans Georg Näder von Otto Bock, der führenden Firma für Medizintechnik aus Duderstadt, will viele Millionen in den Komplex investieren. Im Prenzlauer Berg soll die Firmenzentrale ihren Sitz bekommen, dazu ein FutureLab und Behandlungsräume für Patienten, die eine Prothese benötigen.

Für die Menschen im Prenzlauer Berg ist wichtig, was hier passiert. Macht der Investor sein Versprechen wahr, aus der alten Brauerei ein echtes Denkmal zu machen und wenn, wie wird es aussehen? Was bleibt von der alten Substanz und wie fügt sich das Neue ein? Die bisherigen Entwürfe lassen eine Sensibilität für die Industriearchitektur und das  Wohnumfeld erkennen, die man sich auch bei anderen Bauprojekten wünschen würde.

Grüne Konferenz: Bahnverkehr nach Polen ausbauen

Dienstag, Juni 26th, 2012

Der neue Berliner Großflughafen (BER) – auch wenn die Eröffnung erneut verschoben wurde – bietet nach mehr als zwei Jahrzehnten Ankündigungspolitik eine Chance, die Verbindungen zu unseren polnischen Nachbarn endlich durchgreifend zu verbessern. Angebotsverbesserungen auf wichtigen Hauptstrecken zwischen Deutschland und Polen stehen weiterhin aus – setzen allerdings entsprechende Investitionen in den Streckenausbau voraus. Das war das Thema der bündnisgrünen Konferenz von Bundestags- und Abgeordnetenhausfraktion “Bahnverkehr nach Polen ausbauen”.

Gerade aus Berliner Sicht ein wichtiges Thema: Das Berlin-Feeling hat zu einem Tourismus-Boom geführt, und ein Kennenlernen hilft die europäische Idee weiter voranzutreiben. Die polnische Community bildet immerhin die zweitgrößte Minderheit in Berlin. Die zunehmenden Omnibus-Verkehre können nur bedingt abhelfen, sie stellen zudem ein Problem für das Berliner Straßennetz und den überlasteten ZOB dar. Wesentlich ist die Anbindung des Flughafens BER über Regionalbahnen auch für polnische Fluggäste.

Grundsätzlich müsste dazu auch die Dresdner Bahn prioritär fertig gestellt werden. Stattdessen legt Berlin jedoch seine Schwerpunkte auf den Weiterbau der A100 oder die TVO.

Jedenfalls aber geht es um die Erhöhung der Zahl der Reisemöglichkeiten, die Schaffung umsteigefreier Verbindungen und eine Integration in das bestehende Angebot, kurzfristig um die bessere Ausnutzung der vorhandenen Fahrzeuge, Stichwort Interoperabilität. Grundsätzlich müssen die bestehenden und und künftig zusätzlichen Routen beworben und bekannt gemacht werden. Das alles kostet Geld. Daher ist auch der Senat aufgefordert, sich beim Beschaffen, Einsetzen und Aktivieren von EU-Fördergeldern nicht wie bislang vornehm zurückzuhalten.

Bei gutem Willen aller Beteiligten und der nötigen Kreativität lässt sich der Eisenbahnpersonenverkehr über die deutsch-polnische Grenze auch schon kurzfristig verbessern und so dem Standard annähern, wie er zwischen anderen EU-Nachbarstaaten längst existiert.

Weiterführende Informationen:

- Im Nachgang zur Konferenz hat die Bundestagsfraktion einen umfangreichen Antrag zu den Bahnverbindungen nach Polen in den Bundestag eingebracht. 

- Der Veranstaltungsbericht der Bundestagsfraktion ist hier verlinkt.

- Ein nicht autorisiertes Protokoll eines Teilnehmers kann man hier nachlesen.

Die Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley ist gestorben

Montag, September 13th, 2010

Bärbel Bohley hat in ihrem Leben sehr viel für sich und andere erreicht. Wir trauern. Stefan Gelbhaar, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Berlin, erklärt:

“Mit Bärbel Bohley ist eine aufrechte, starke Frau gegangen. Sie war eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Friedlichen Revolution in der DDR. Sie gründete mit anderen die Bürgerbewegung “Neues Forum”. Sie war Wegbereiterin des Umbruchs.

Vor und nach 1989 blieb sie stets unbequem. In einem Interview im Mai diesen Jahres erinnerte Bärbel Bohley an die Notwendigkeit, sich einzumischen, auch auf das Risiko hin, dafür nicht gelobt, sondern missverstanden zu werden. Dieses Einmischen sei es, der zum Teilsein in der Gesellschaft führe.

Stets betonte sie den Wert dieses Aufbruchs mit all der gesammelten Kraft der Bürgerinnen und Bürger quer durch die gesamte Gesellschaft der DDR. Vor einem Jahr, zum 20. Geburtstag der Bürgerbewegung des “Neuen Forums”, deutete sie den Verbleib der DDR-Bürgerbewegung in nur einem Satz, eine Bewegung erweise sich als erfolgreich, wenn sie zerfalle. Bärbel Bohley hat in ihrem Leben sehr viel für sich und andere erreicht.

Mit Bärbel Böhley ist nicht nur eine starke Kämpferin für Bürger- und Menschenrechte gegangen, sondern eine Person der Zeitgeschichte – auch wenn sie dies vielleicht bestreiten würde. Ihrer Familie gilt unser Beileid für ihren viel zu frühen Tod.”