Es ist unakzeptabel, dass Millionen und Abermillionen an Steuergeldern von der S-Bahn als Gewinne an die Bahn abgeführt werden. Das Ganze wurde gänzlich unverschämt seit der S-Bahn-Krise. Selbst wenn die Bahn eine vollkommen inakzeptable Leistung in Berlin abliefert, erhält sie Millionen. Es ist aber nicht hinnehmbar, dass Sicherheit und Qualität bei der S-Bahn geopfert wurden.
Seit der Veröffentlichung des S-Bahn-Vertrages kann nunmehr jeder und jede nachvollziehen, wieviel die Bahn von Berlin und Brandenburg an Zuschüssen erhält.
Der damalige Senat hat hier so schlecht verhandelt, dass sogar rechtswidrige Zuwendungen durch die Bahn durchgesetzt werden konnten: Die Bahn hat Berlin nichts weniger als einen skandalösen Knebelvertrag diktiert. Deswegen hat die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen bereits im Jahr 2009 die Beihilfebeschwerde bei der EU eingereicht. Unser Ziel: Erstens endlich ein guter S-Bahn-Vertrag, und zweitens die Rückzahlung der rechtswidrigen Zuwendungen von der S-Bahn.
Wir werden der EU auch den nunmehr veröffentlichten S-Bahn-Vertrag übermitteln, Einsicht in den Stand des Verfahren beantragen und zugleich ein zügiges Verfahren anmahnen.
In Anlage: Beihilfebeschwerde von Bündnis 90/ Die Grünen Berlin vom 16.9.2009.