Kann ja mal passieren?? Die Berliner S-Bahn.
Dezember 19th, 2011 at 13:33Nach dem Stromausfall, der am vergangenen Donnerstag große Teile des Berliner S-Bahn-Netzes lahmgelegt hat, gab es am letzen Adventswochenende wieder Ausfälle. Man kann jede beliebige Berliner Zeitung aufschlagen: Die S2 und die S25 fuhren nur im 20-Minutentakt und zwischen Schönefeld und Südkreuz verkehrten sogar nur alle 40 Minuten S-Bahnen. 16 Lokführer, die sich kurzfristig krank melden, und die S-Bahn kollabiert. Es ist klar, dass ein Personalplan, der für einen solchen Fall keine Reserven vorsieht, viel zu eng gestrickt ist. Die Berliner S-Bahn hat einen massiven Personalmangel zu verzeichnen. Die Tagespresse berichtete, dass von 960 S-Bahnfahrern 60 wegen Burn-Out-Symptomen arbeitsunfähig und 30 weitere krank geschrieben sind. Wenn dann noch spontane Krankheitsfälle dazu kommen, ist das Chaos perfekt.
Arbeit darf nicht krank machen! Bisher wehrt sich die S-Bahn, die Krankheitsfälle als Kalten Streik zu werten, aber es steht fest, dass das S-Bahn-Personal überlastet wird. Nachdem die Technik jetzt erstmal wieder steht, muss die S-Bahn anfangen, eine nachvollziehbare Personalpolitik zu machen. Für ihre Angestellten und aus Rücksicht auf die Fahrgäste…
Die Berliner S-Bahn muss verantwortungsvoll mit der Aufgabe umgehen, die Berlinerinnen und Berliner verlässlich ans Ziel zu bringen. Der Senat hat für die Umsetzung der Vorgaben (also der Bestellung des Verkehrs, Strekcen, Dichte, etc.) Sorge zu tragen; zu kontrollieren, dass Qualität und Quantität stimmen. In der vorliegenden Situation muss er sich einen Notfallplan vorlegen lassen, für den Fall des S-Bahn-Ausfalls. Ein “Sowas könne ja schon mal passieren…” – das ist ein typischer Wowereit, aber nimmt zum Beispiel die, die im Tunnel stecken blieben – schlicht nicht ernst.
Fazit: Ohne Wintervorbereitung hat der neue Senat keine Weihnachtspause verdient!
Tags: S-Bahn, Stromausfall, Zugführer, Zukunft der S-Bahn