Umdeutungsversuche von ’89 bloßstellen

November 3rd, 2009 at 13:23

03-11-09 – Erklärung des Landesvorsitzenden Stefan Gelbhaar zu den Aktivitäten der Linkspartei anlässlich des Gedenkens an den November ’89

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Vehemenz sich etwa die Linkspartei des ’89-Gedenkens annimmt. Sie meint, die Kundgebung auf dem Alexanderplatz am 4. November rekonstruieren zu müssen und argumentiert, keine andere Partei nehme sich der Ereignisse an. Was für ein verfehlter Ansatz!

Fragwürdig ist schon die Rolle, in welcher die Linkspartei dieses Projekt in Angriff nimmt. Die bloße Präsenz von SED-Mitgliedern damals auf dem Alex ist kein Argument. Diese waren nicht als SED-Mitglieder da. Denn Veränderung konnte nur gegen den SED-Politbüro-Apparat durchgesetzt werden. Damit musste der Druck von der Straße kommen.

Der Versuch der Umdeutung durch die Linkspartei muss daher weiter scheitern. Es war keine SED-”Wende” von oben. Es war ein Aufbruch – eine friedliche Revolution – vom bürgerbewegten “Unten”.

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